Herzlich Willkommen auf der Homepage der Grossen Karnevalsgesellschaft Köln Worringen von 1926 e.V.!


60 Jahre Funkenkorps am 29.05.2010

In Worringen gibt es immer einen Grund zu feiern - nicht selten kommt es dabei vor, dass mehrere Festivitäten auf denselben Tag fallen. So geschehen am vergangen Samstag, als das Funkenkorps der Großen Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen von 1926 e. V. sein 60jähriges Bestehen feierte. Während Millionen vor dem Fernseher den Sieg von Lena Meyer-Landrut beim "Eurovision Song Contest" verfolgten, fand die Jubiläumsfeier des Funkenkorps bei freiem Eintritt im Vereinshaus statt. Vier parallel laufende Veranstaltungen im Ort taten ihr Übriges, dass Plätze im Saal unbesetzt blieben. Auch der amtierende Tanzoffizier Thomas Müller gehörte zu den Funken, die wegen dringender privater Gründe nicht anwesend sein konnten. Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch, denn das Programm hatte neben großer Tombola und DJ einiges zu bieten.

He jeht et wigger......
Wie schön et wor luurt he!

Bitte lächeln!

Fototermin beim Dienstagstreck

Donnerwetter! Wie hatten sie sich doch alle so fein heraus geputzt an diesem Dienstag. Kein Wunder, war es doch wieder an der Zeit für das große Familienfoto. Klugerweise wurde dazu der traditionelle Dienstagstreck genutzt. Eine schmissige Blaskapelle war extra aus der Eifel angereist. Es war zwar nicht unbedingt Absicht, aber es zeigte schon Wirkung, dass auch die Kapelle rot-weiß gekleidet war.

So zog die Kapelle mit klingendem Spiel durchs Dorf, und wie weiland beim Rattenfänger von Hameln vergrößerte sich der Tross Rot-Weißer von Station zu Station. Als er endlich den Eingang zum Fronhof erreichte, deutete sich ein Verkehrsinfarkt an, da der Autoverkehr auf der St.-Tönnis-Str. fast völlig zum Erliegen kam. Eine aufgeregt schwatzende Menge in rot-weiß zog hinter der Kapelle und der Vereinsfahne her. Auch das Funkenkorps und die Majorettengarde waren schon lange vor dem geplanten Fototermin fast vollzählig erschienen. So konnte sich die GKG bei herrlichstem Wetter - es besteht nun wirklich kein Zweifel, dass Petrus ein Herz für rot-weiß hat - in all Ihren Facetten beim Gang durch die Gemeinde präsentieren. Und es wurde nicht nur der Präsident mit stolz geschwellter Brust gesichtet.

Dann stand dieses ganze Schmölzje im Fronhof und es begann die hohe Kunst des Stiffelns. War gar nicht so einfach, diese Menge Mensch in Höhe und Breite so zu positionieren, dass alle auf dem Bild Platz fanden. Aber dank des umsichtigen Einsatzes des Präsidenten, seiner Gattin und des Vizepräsidenten sowie des beherzten Eingreifens der Fotografin, kam doch ein schönes Bild zu Stande. Das Ergebnis wird in der Festschrift des kommenden Prinzenjahrs zu besichtigen sein.

Das Lächeln, dass die Fotografin auf die Gesichter zauberte, hielt auch noch den Rest des Tages an. Ja, mit jeder Stunde die es auf Mitternacht zu ging, schien es sogar noch zu zunehmen. Was ja auch kein Wunder war. Denn als Prinz Arno I. sich bei der zahlreich im Vereinshaus erschienenen Narrenschar für die herrliche Zeit seiner Regentschaft bedankte und dem nachfolgenden Prinzen eine ebenso schöne Zeit wünschte, brauste bei den vielen anwesenden Rot-weißen ein riesiger Jubel auf. Und während auf der einen Seite reichlich grün-weiße Tränen der Trauer flossen, standen auf der anderen Seite reichlich rot-weiße Tränen der Freude und Erwartung in den Augen.

Text: Dieter Trojahn
Fotos: Dieter Trojahn

Wie schön et wor luurt he!

Zieht Euch warm an!

Impressionen vom Rosenmontagszug 2010

īne echte Wurringe Jeck hätt im Hätze Sunnesching! Und wie gut, dass das so ist! Wie anders wäre es sonst zu erklären, dass bei , naja, sagen wirīs mal in der höflichen Variante, Schmuddelwetter, ein solch strahlender Rosenmontagszug zustande kam. Angelockt von dieser "Jeckensonne" säumten tausende Zuschauer den Zugweg. Prinz Arno I. strahlte so sehr, dass niemand die Sonne wirklich vermisste. Solcher Art auf Betriebstemperatur gebracht, schmolzen Schnee und Eis auf dem Zugweg derart schnell, dass die befürchtete Sturzorgie verhindert werden konnte. Nur die Kinder bekamen beim Kamelleklauben schon mal feuchte, kalte Finger. Was aber nicht weiter schlimm war, denn die Schätze, die es zu bergen galt, versüßten in Handumdrehen die Mühen. Der Prinz und die Zugteilnehmer leisteten ganze Arbeit, um das Versprechen des Prinzen einzulösen, dass er während der Kindersitzung der GKG gegeben hatte. Einen Kamelleregen, der Vorrat bis zum Sommer bringt.

Doch bevor es los ging an diesem winterlichen Rosenmontag, gab es noch hohe Anforderungen an die Kreativität der Originalgruppe. Da in unserer Gesellschaft Mitglieder des Moskauer Klubs der Eisbären eher rar vertreten sind, galt es sich Gedanken zu machen: Was unter der Schwimmbotz anziehen? Das trug sich dann in etwa so zu:

Unterhose, lange Unterhose, Schwimmbotz an und raus vor die Tür. Brrrrrrrr, klapper, klapper. Rein ins Haus, Schwimmbotz aus, zweite lange Unterhose an, Schwimmbotz drüber und raus vor die Tür. Brrrrrrr, klapper, klapper. Rein ins Haus, Schwimmbotz aus, Radler drüber, Schwimmbotz an, raus vor die Tür. Und...., und....., Brrrrrrr, klapper, klapper. Rein ins Haus. Schwimmbotz aus, dritte lange Unterhose drüber. Raus vor die Tür. Und....., und...... Ja, so geht's. Die gleichen Lagen auch für obenrum und fertig ist der Olympiasieger von 1924. Ääääääh, was mache ich eigentlich, wenn ich mal muss?

So oder ähnlich bekleidet wurde der Aufstellungsort erreicht. Dort gab es viele Strategien des Anwärmens zu bestaunen. Die Majorettengarde sang kölsche Lieder und schunkelte sich warm. Anderen wurde angesichts des schönen Mottowagens unserer Gesellschaft so richtig warm ums Herz. Wieder andere füllten unaufhörlich Heißgetränke in sich hinein. Auch Hochprozentiges verfehlte seine Wirkung nicht. Selbst Glimmstängel schienen wärmende Wirkung zu haben. Rudelbildung trug ebenfalls zum Warmhalten bei. Schunkeln sowieso; und dann war da noch diese so sehr wärmende Vorfreude auf den bevorstehenden Zug durchs Dorf.

Endlich ging es los. Die Kapellen hatten vorsichtshalber überwiegend heißere Rhythmen gewählt, und die zahlreichen Zuschauer am Zugweg trugen mit Kamelle- und Strüßjerrufen auch dazu bei, dass niemand frieren musste; denn es gab ja immer was zu tun. Und so zog ein herrlich bunter Lindwurm von sehr gut aufgewärmten Jecken durch die wieder so prächtig geschmückten Straßen.

Text: Dieter Trojahn
Fotos: Dieter Trojahn

Wie schön et wor luurt he!

Diese Seiten wurden am 22.06.2010 Aktualisiert.

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