Kindersitzung am 07.02.2010

Muss Prinz ArnoI. noch Kamelle nachordern?
Ausgelassene Fröhlichkeit bei der Kindersitzung der GKG

"Für jecken Nachwuchs ist in Worringen ja reichlich gesorgt", so die Meinung einer Besucherin der diesjährigen Kindersitzung der Großen Karnevalsgesellschaft am Sonntag, 07. Februar 2010. Und in der Tat: Es blieb kein Stuhl frei im Saal des Vereinshauses. Eine große, bunt kostümierte kleine Jecken-Schar hatte sich mit ihrem "Aufsichts"-Personal eingefunden. Begeistert verfolgten sie das von Andrea Jansen liebevoll vorbereitete Programm. Im Gegensatz zu den sinkenden Außentemperaturen, stieg das Saalthermometer mit jedem Vortrag. Und am Ende der Sitzung war festzustellen, dass sich alle sehr heftig mit dem Karnevalsfieber infiziert hatten. Wie gut, dass die tollen Tage vor der Tür stehen, so dass es ausreichend Gelegenheit zur Behandlung des Fiebers gibt. Mit einer donnernden Rakete dankte das Publikum Andrea Jansen und allen, die zum Gelingen der Sitzung beigetragen hatten, für diesen herrlichen, kurzweiligen, närrischen Nachmittag.

Bevor es richtig los ging, brachte Andrea Jansen, die mit wieder viel Herz und Einfühlungsvermögen durch das Programm führte, in einem Crashkurs den Kindern das Rüstzeug des Sitzungsbesuchers bei. Dazu gehören Klatschmarsch, Prinz Kamelle Rufe und natürlich die Rakete. Taten sich die Kinder bei den Prinz Kamellerufen zu Anfang noch etwas schwer, so staunte Prinz Arno I. nicht schlecht, als er zum ersten Mal mit diesem Ruf konfrontiert wurde. Andrea Jansen, die genau aufgepasst hatte, nahm ihm daraufhin direkt das Versprechen ab, für einen reichen Kamelleregen zu sorgen, der die Kinder bis in den Sommer versorgt. Ein derart überrumpelter Prinz hatte kein Chance und konnte nur noch zustimmend nicken. Überhaupt: Prinz Arno I. und sein Hofstaat waren in Handumdrehen von der tollen Atmosphäre angesteckt, und ein überaus lockerer Prinz begrüßte herzlich sein "kleines" Narrenvolk. Und genauso wie die Kinder waren er, seine Hofdamen und der Hofnarr gespannt, welche Nummer als nächstes aus der Lostrommel gezogen wurde. Denn das Programm folgte keinem strengem Ablauf, sondern die Reihenfolge der Beiträge wurde aus einer großen Lostrommel gezogen.

Fortuna hielt ihre schützende Hand über die Lostrommel und stellte sicher, dass sich eine optimale Mischung aus Gesangs-, Tanz- und Redebeiträgen ergab, die die Stimmung von Minute zu Minute steigerte, und den Höhepunkt der Sitzung genau auf dem letzten Beitrag legte. Das Funkenkorps und die Majorettengarde tanzten gemeinsam. Inge Hecker und Michaela Hoche, sich im "Un"ruhestand befindene ehemalige Mariechen der GKG, waren auch mit dabei. Sie alle tanzten hinreißend. Der Saal tobte und weil es allen so gut gefallen hatte, mußten sie das ganze Spektakel wiederholen. Zuvor jedoch hatten Anna Maria Pilz mit ihrer Mama, das Kindertanzkorps der GKG, Verena Loesch und Sarah Steven, Silke Jansen, die Majorettengarde, das Tambourkorps Frischauf, die Rhingdüvel, Lara Linnig und Silke Jansen, die Knallbonbons (Anne Jansen, Julia Jansen, Barbara Hecker, Friederike Lutz, Christina Sturm), die Dilldöppcher sowie Jacqueline Piegsa und Ilona Kircher dem Publikum ordentlich eingeheizt. Das sich für alle diese tollen Beiträge mit der obligatorischen Rakete bedankte.

Selbst die jüngste anwesende Närrin, die erst wenige Wochen alte Emily (jüngster Sproß der Trainerin der Dilldöppcher Yvonne Seeger und des Fahnenträgers der Majorettengarde Dennis Seeger) hatte reichlich Spaß an dieser tollen Kindersitzung. Nur so sind das zufriedene Lächeln und die vor Begeisterung geballten Fäustchen zu interpretieren. Und dann blieb da noch eine große Frage im Raum stehen: Was passiert mit dem armen Funk, dem wohl angesichts dieser begeisterten Kinderschar vor Schreck das Jedöns aus der Hand fiel?

Text: Dieter Trojahn
Fotos: Rober Hecker