Gelungenes Abschlussfest der Wagenbauer am Freitag, 20. Februar 2009
"Rocky Horror Picture Show" im Zint Tünnes
Wie gut, dass unsere Wagenbauer zu den ganz Ausgeschlafenen gehören. Denn sonst hätte Prinz Markus am Freitag vermutlich fast allein in der Gaststätte "Zint Tünnes" gestanden. Weil ihm der Besuch bei unseren Wagenbauern so wichtig war, hatte Chefwagenbauer Michael Pleißner den Beginn der Abschlussfete kurzerhand um eine Stunde vorverlegt. Und so platzte der Prinz mit seinem Gefolge mitten hinein in die letzten Vorbereitungen des opulenten Wagenbauerbüfetts. Aber die Wagenbauer wären nicht Wagenbauer, wenn sie mit solch kleinen Unwägbarkeiten nicht umgehen könnten. Also wurde der Tzatziki bei Seite gestellt, das Zündholz zum Anfeuern der Brennpaste wieder gelöscht und stattdessen mit breiter Brust der Prinz mit seinem Gefolge empfangen.

Michael Pleißner begrüßte ihn auf das herzlichste, um dann das Mikrofon an Hartmut Warnke weiterzugeben, der so Michael Pleißner, doch über wesentlich mehr Erfahrungen im Umgang mit Narrenherrschern verfügt und außerdem ein kleines Rahmenprogramm vorbereitett hatte.
Prinz Markus I. hob in seiner Dankesrede noch einmal die besonderen Leistungen unserer Wagenbauer hervor, indem er auf das außergewöhnlich gut gelungene Bühnenbild unseres Fastelovendsspills verwies. Leider musste der Prinz schon bald wieder weiterziehen, da er ausgerechnet an diesem Freitagabend einen sehr vollen Terminkalender hatte. Dennoch fühlten sich die Wagenbauer geehrt, dass er ihnen seine Aufwartung gemacht hatte.

Inzwischen füllten sich die Reihen zusehends. Und wie auch schon in den Jahren zuvor zeigte sich, dass der Einladung zur Wagenbaufete immer wieder gern Folge geleistet wird. Denn die Wagenbauer verstehen nicht nur ihr Handwerk, sondern auch heftig zu feiern. Michael Pleißner hatte zum Beweis der vorgenannten Tugenden des gemeinen Wagenbauers eine "Rocky Horror Picture Show" sprich Bilderschau zusammengestellt. Diese lief im Hintergrund ab und wurde, warum auch immer, genau über dem Mann am Klavier abgespielt. Und sehr oft war ein vernehmliches Tuscheln oder Raunen zu hören, wenn mal wieder besonders "intime" Fotos über dem Kopf des Klavierspielers erschienen. Das focht Eckhard Isenberg nicht im Geringsten an, und er griff weiterhin souverän in die Tasten. Begleitet wurde er vom gewohnt zuverlässigen Drummer der GKG, Holger Miebach in internen Kreisen auch " Little Phil" genannt. Diese Beiden unterstützten unsere Interpretinnen Sarah Steven, Ilona Kircher, Marietta Wirtz, die Knallbonbons und die Pappnasen, die mit ihren Beiträgen die Stimmung ordentlich anheizten. Ja und dann waren da noch die Sänger us der Lohn (Kaspar Jansen mit seinem Sohn Wolfgang und seiner Enkelin Anne), die mit einem schönen kölschen Schunkellied zeigten, was man so alles drauf hat, wenn man us der Lohn kütt. Natürlich auch nicht zu vergessen Rudi Michel, der unser Vereinslied anstimmte in das alle ergriffen einfielen.

Und als dann zu späterer Stunde auch noch die Ihrefelder Zigeuner mit klingendem Spiel in den Zint Tünnes einmarschierten, da erreichte nicht nur die Stimmung ihren Höhepunkt. Dank der Masse Mensch auf engem Raum und der sich auf dem Siedepunkt befindenden Stimmung, glich der Schankraum eher einer gut aufgeheizten Sauna. Aber gut, dass es jede Menge kühle Getränke gab, so gelang es jedem, der es wollte, den Unterschied zwischen innerer und äußerer Körpertemperatur in der Balance zu halten. Die Ihrefelder vergriffen sich artig am Büfett und zum Dank belohnten sie Willi Thoma, Manfred Schwickart und Michael Pleißner mit der Ehrennadel ihres Vereins behaupteten böse Zungen später. Stimmt aber nicht! Sie sind nur von Herzen dankbar, dass sie seit Jahren auf dem respektablen Wagen unserer Wagenbauer am Karnevalsdienstag durch Ehrenfeld fahren können. Und das wollten sie einmal honorieren. Als sich die Uhr langsam der mitternächtlichen Stunde näherte, wurde schon der ein oder andere ermattete Wagenbauer gesichtet. Das waren aber wohl nur jene, die dieses Jahr häufiger beim Bau der Bühne und des Wagens gefehlt hatten. Ihnen fehlte es offensichtlich an Kondition. Doch dann schmissen Dominik und Axel den Riemen auf die Orgel, und als Haralds Lieblingslied erklang, standen nicht nur unser Discoking, sondern jede Menge Tanzwütige auf dem Tanzboden. Und so ging es noch einige Stündchen, in denen der Zint Tünnes verdächtig bebte. Aber eins ist gewiß: Es war wieder eine saugute Party.

Text/Fotos: Dieter Trojahn

Wie schön et wor luurt he!

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