Tag der offenen Tür bei den Wagenbauern
Wie haben sie das nur gemacht? Trotz intensivster Suche, auch in den verborgensten Winkeln, war das Geheimnis nicht zu lüften. Dabei ist doch hinlänglich bekannt, dass die Wagenbauer wahre Wunder vollbringen, - die Kulisse anlässlich unseres Fastelovendsspills am 16. und 17.Januar 2009 legt beredt Zeugnis davon ab -, doch was ihnen beim Tag der offenen Tür am Samstag, 23. Januar 2009 in ihrer Wirkungsstätte (auch Bunker genannt) gelang, ist einfach nur als tolles Stück zu bezeichnen. Aber vermutlich bleibt es immer ein Rätsel, wie die Wagenbauer um ihre "Führungskräfte" Michael Pleißner und Willy Thoma die zur Hauptfigur des diesjährigen Mottowagens passende adäquate Temperatur lieferten.

Die sehr übersichtliche Schar von Mitgliedern unserer Gesellschaft unter ihnen nahezu der komplette Vorstand und die Hälfte der aktiven Funkenreihe überzeugten sich, dass die Wagenbauer nicht nur fleißig und erfolgreich Wagen und Bühnen bauen, sondern auch liebevoll für das leibliche Wohl ihrer Gäste sorgen können. Und manch Besucher fragte sich angesichts der widrigen Arbeitsbedingungen, wie es möglich ist, dass trotzdem immer wieder so gute Arbeitsergebnisse dabei herauskommen. Doch wer die Wagenbauer bei der Führung durch die verschachtelten Produktions- und Lagerstätten genauer beobachtete, sah nicht nur die mehrschichtige zweckmäßige Bekleidung. Ihnen fiel auch dieses gewisse Leuchten in den Augen auf. War es die Freude, oder kam es vom Frostschutzschutzmittel, dass in erklecklichem Maß benötigt wurde?. Vermutlich war es beides. Denn was es im Hinblick auf die Gestaltung des Mottowagens zu sehen gab, macht die Freude verständlich. Obwohl bei einem Objekt nicht wirklich klar war, was es werden soll. Aber die schnell vom "Chef" eingeworfene Bezeichnung des Objekts, ließ einen gewissen Wiedererkennungseffekt zu. Egal, es ist ja noch ein paar Tage hin, bis der Wagen fertig sein muss. Übrigens Michael Pleißner schien der einzige zu sein, dem die arktischen Temperaturen im Bunker nichts ausmachten, schwitzt er doch schon Blut und Wasser, dass der Wagen nicht rechtzeitig fertig werden könnte. Eigentlich erstaunlich für einen waschechten Kölner und obendrein Worringer. Lautet doch Artikel 3 des Kölschen Grundgesetzes - Et hätt noch immer jot jejange -. Und so wird es auch wieder an diesem Rosenmontag sein: Eine Vielzahl von Mitgliedern wird vor einem prächtig anzusehenden Wagen herlaufen.

Schade war, dass nicht mehr Rut-Wiesse den Weg in die Bitterstraße gefunden haben. Denn wer immer sich aufmachte, die männlichen und weiblichen Wagenbauer in ihrer Werkstatt zu besuchen, bekam einen nachhaltigen Eindruck von dem was die Mann- und Frauschaft so leistet; und obendrein viele kleine und große Anekdötchen rund um das Thema Wagenbau. Es schien allerdings so, als ob zu etwas vorgerückter Stunde, die Darstellungen immer mehr mit Wagenbaulatein gewürzt wurden. Was aber verzeihlich ist, denn was unsere Truppe unter widrigen Bedingungen so leistet, darauf können wir als Große KG nur stolz sein.

Übrigens, bis zu den Karnevalstagen besteht immer samstag ab 10.00 Uhr die Gelegenheit, einen Besuch nachzuholen.

Text: Dieter Trojahn
Fotos: Dieter Trojahn

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