| Kostümsitzung am 18.01.2008 |
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Getreu dem diesjährigem Motto des Wurringer Karnevals "Olympische Narreteien" war das von Andrea Jansen
und Rosi Stetzkowski zusammengestellte Programm für die Kostümsitzung 2008 der GKG wahrhaft olympisch.
Nicht nur die Anzahl der Beiträge auch die Inhalte verlangten vom Sitzungspräsidenten, vom Prinzen Stefan II.
und seinem Hofstaat sowie dem sehr zahlreich erschienenen Besuchern gut trainierte Lachmuskeln, ein ausgeprägtes
Stehvermögen, Schunkeltraining sowie Textsicherheit und Raketenkenntnisse. Am Ende einer gelungenen Sitzung konnte
Präsident Holger Miebach, der mit geschicktem Timing und seiner Erfahrung als Sitzungsleiter über die ein oder
andere Hürde hinweghalf, dem Publikum und dem Prinzen eine ausgezeichneten Kondition und damit die Erfüllung der
närrischen Olympiaqualifikation bescheinigen. Schon eine gute halbe Stunde vor Beginn summte der nahezu vollbesetzte Saal des Vereinshauses, wie ein aufgeregtes Bienenvolk. Hunderte bunt kostümierter Jecken waren gekommen, um bei Gesang, Tanz und Redebeiträgen einen vergnüglichen Abend zu verbringen. Sie wurden nicht enttäuscht. Kaum hatte der Elferrat um Sitzungsleiter Holger Miebach Platz genommen, marschierte zu den Klängen des Kindertanzkorpsmarsches, vorgetragen von Lara Linnig und Silke Jansen, das Kindertanzkorps der GKG auf. Wie all die Jahre verzauberte es wieder Väter und Mütter, Großväter und Großmütter und auch jene, die das noch werden wollen mit ihrer kindlichen Unbekümmertheit. Wen stört es schon, wenn das Fünkchen vor lauter Aufregung den Einsatz verpasst oder schon mal links und rechts verwechselt. Herauskommt in jedem Fall und das zeigt die Begeisterung des Publikums immer wieder eine gelungene Darbietung. Jessica Steven, Jessica Bücher, Sabrina Gaugler und Julian Hund waren letztmalig dabei und wechseln altersbedingt in andere Tanzgruppen der GKG. Leider verabschiedeten sich auch die beiden Trainerinnen Claudia Hund und Carmen Hecker. Holger Miebach dankte ihnen herzlich für die geleistete Arbeit. So gut eingestimmt, empfing das närrische Volk seinen Herrscher Prinz Stefan II. Es bereitete ihm einen triumphalen Einmarsch und ein sichtlich ergriffener Prinz wandte sich an das Publikum. Nachdem qausi die Formalitäten erfüllt waren und der Prinz Platz genommen hatte, marschierten die Rhingdüvel auf die Bühne und zeigten ihren neu einstudierten Tanz. Dominik Jansen und Tina Kircher hatten wieder ganze Arbeit geleistet. Die junge Truppe (Fabian Kircher, Simon Morées,Christian Gaugler, Stefan Ameis, Jan Schindler, Robin Kiss, Fabian Aulbach) überzeugte durch einen gekonnten Mix aus klassischen Marschelementen und modernen Schrittfolgen. Ein begeistertes Publikum feuerte die Truppe zur Höchstleitung an. Nach dieser Hände, Arme und Beine beanspruchenden Nummer stand jetzt eine Trainingseinheit für die Lachmuskeln auf dem Programm. Die Schluffen (Claudia Hund, Claudia Schönberger-Pleißner, Birgit Spitzer, Monika Trojahn) hatten sich Verstärkung ( Willi Bayer, Reinhard Spitzer, Dieter Trojahn) mit auf die Bühne gebracht. Entgegen ihren sonstigen Gepflogenheiten erfreuten sie das Publikum dieses Mal nicht mit einem Gesangsvortrag sondern begeisterten das Publikum mit einer sehr schrägen Interpretation des Märchens "Aschenputtel". Aber angesichts eines wunderschönen Prinzen, dreier häßlicher Schwestern, die Schwester der drei häßlischen Schwestern (Aschenputtel), einer gütigen Fee und einer Erzählerin war schnell vergessen, dass dieses Mal nicht gesungen wurde. Dieses übernahm Ilona Kircher, die mit dem Lied "How do you do" der Höhnern die Arme und die Hände der Anwesenden in rhythmische Bewegung brachte. Ihr folgte Petra Bayer, die als "Madame Cap rouge" in einem gelungenen "französelnd" vorgetragenen Redebeitrag Erlebnisse der Besatzung der Arche Noah preis gab. Dabei hatten es ihr besonders die schnellen Tiere, wie Schnecke und Schildkröte angetan. Ihr folgte der verspätete Überraschungsgast des Abends Lars aus Andernach. Er hatte im Vorfeld auf ungewollte Weise bereits für Furore in Worringen gesorgt. So hatte sein auf ein privaten Geburtstagsfeier eines GKG-Mitglieds vorgetragenes Lied "Im Pletschbach schwimmt ein weißer Hai" sich wie ein Lauffeuer verbreitet und hat inzwischen den Status eines Gassenhauers erreicht. Dieses wohlwissend wurde Lars für die Kostümsitzung vom Geburtstagskind verpflichtet. Und in der Tat, dass war eine gelungene Idee, denn Lars konnte in einer Mischung aus Rede- und Gesangsbeiträgen die Anwesenden von seinen Talenten überzeugen. An der obligatorischen Zugabe kam er nicht vorbei. Das Publikum dankte ihm mit einer Rakete und frenetischem Beifall. Dem "Immi" folgte das Funkenkorps, dass sich mit zahlreichen Reservisten verstärkt hatte. Und so ergab sich ein grandioses Bild. Beim Stippeföttche machten der Prinz, die Prinzengattin, der Hofnarr und die Hofdamen begeistert mit und zeigten, dass auch sie über eine hervorragende Ausdauer verfügen. Der Tanzoffizier Thomas Müller und sein Mariechen Maria Hecker zeigten einen überzeugenden Tanz. Bei den gewagten Hebefiguren hielt manch einer im Saal den Atem an. Beide bewiesen eindrucksvoll, wie ein echter Mariechentanz aussehen kann. Aber auch die Funken machten ihre Sache wieder sehr gut. Lang anhaltender, herzlicher Beifall begleitete die Truppe und ihr bestes Stück von der Bühne. Der 13-jährige Christian Gaugler betrat nun die Bretter, um Zeugnis abzulegen, dass sein letztjähriger Auftritt keine Eintagsfliege war. Mit einer routiniert vorgetragenen Reimrede überzeugte er wiederum das Publikum. Textsicher erklärte er den Anwesenden, wie es so ist, wenn man als Enkel den Großeltern erklärt, was ein Computer ist und wie er funktioniert. Manche Erklärung und Interpretation war sicher auch den jüngeren Generationen neu. Ihm folgten Marika Pilz mit ihrer Tochter Anna-Maria, die mit dem Schunkellied der Gruppe Cöllner "Wenn es dunkel weed in Kölle" das Publikum in ihren Bann schlugen. Bevor dann die neuformierten "Dilldöppcher" auf die Bühne stürmten, parodierten die Lästermäuler in gekonnter Weise die Geschehnisse im Worringer Karneval. Die Dilldöppcher rissen das närrische Volk von den Stühlen. Im vergangenen Jahr verliessen 6 von 9 Mädchen die Truppe, um zukünftig bei den Majoretten zu tanzen. 4 neue Mädchen wurden hinzugewonnen. Die Trainerin Yvonne Seeger formte in bewundernswerter Weise in kurzer Zeit eine Truppe, die den Weggang der erfahrenen Kräfte nicht sichtbar werden ließ. Saskia Pleißner, Chantal Pöller, Kim Rütt, Joeline Piegsa, Ayla Schwäbe, Yasemine Müller, Sarah Steven tanzten wie entfesselt und erhielten zu Recht als Dank eine Rakete vom Publikum. Beschwingt durch die vorausgegangen Beiträge ging es dann in die Pause. Die Literatinnen hatten nach der Pause voll auf Risiko gesetzt und einen Sketch ins Programm genommen, der viel Aufmerksamkeit erforderte. Bei der Auswahl der Interpreten bewiesen sie eine glückliche Hand und so überzeugten Herbert Meudt, Hans Moers, Willi Thoma und Andrea Jansen mit einer Restaurantszene in der die Gäste den Kellner schier um den Verstand bringen; oder umgekehrt. So blieb die Frage, wieviel Tassen Kaffee in einem Kännchen sind, letzlich ungeklärt. Aber auch die Behauptung, dass in der Suppe zwei tote Fliegen schwimmen wurde eindrucksvoll widerlegt. Obwohl er die Ekelschwelle manchmal leicht touchierte, wurde der Vortrag begeistert aufgenommen. Die Knallbonbons (Anne Jansen, Julia Jansen, Lina Hecker, Barbara Hecker, Friederike Lutz, Christina Sturm) brachten mit dem Lied der Höhner "Hey Kölle" den Saal wieder zum Kochen, bevor Ina Linnig und Hans-Josef Dittebrand die "Eheprobleme" eines in die Jahre gekommenen Ehepaars ausbreiteten. Ein köstlicher Spaß, der mit viel Beifall honoriert wurde. Bereits mit erstaunlicher Routine trug die 13-jährige Sarah Steven das Brings-Lied "Alle Mann nix wie ran" vor. Das Publikum feierte die Leistung begeistert. Nachdem Hans-Dieter Annas als "Ne Futzemann" seine Witze vorgetragen hatte, kündigte der Sitzungsleiter ein besonderes Ereignis an. Marietta Wirtz kam zum 25. Mal bei einer Kostümsitzung auf die Bühne. Ein in der Tat bemerkenswertes Ereignis. Zu ihrem Bühnenjubiläum hatte sie gemeinsam mit Michael Ligocki einen Text geschrieben, in dem der Wurringer Karneval ausführlich besungen wurde. Hingerissen lauschten ihr insbesondere die älteren Semester und sie wurde mit herzlichem Applaus verabschiedet. Die Zeit war inzwischen weit fortgeschritten, doch niemand dachte ans heimgehen, denn die Majorettengarde marschierte auf. 9 Mädchen(Jacqueline Werckx, Ilona Kircher, Barbara Hecker, Lina Hecker, Julia Jansen, Anne Jansen, Julia Michel Friederike Lutz, Christina Sturm) tanzten zu einem Potpourri aktueller Lieder der Gruppen Brings und Höhner. Das Publikum raste und als sie auch noch eine Zugabe bekamen, flippte es schier aus. Doch es blieb keine Zeit zum Luft holen. Als letzte Nummer des Programms betrat "Et Jacki" (Jacqueline Piegsa) die Bühne und jeder im Saal wußte, dass es noch ein weiteres Highlight geben wird. Zu gut kannte man sie noch von den vorherigen Sitzungen. Und "Et Jacki" gab ihr Bestes und riss den Saal mit dem Brings-Hit "Kumm los mer danze" von den Stühlen. Besser ging es jetzt nicht mehr und der Sitzungsleiter hatte ein einsehen. Mit dem Dank an alle Mitwirkenden auf, vor und hinter der Bühne und einem besonderen Dank an den Prinzen und an das fantastische Publikum, beendete er eine Sitzung, die vielen unvergesslich bleiben wird. Text: Dieter Trojahn Fotos: Robert Hecker/Thomas Bochem Luurt doch ens die Bilder! |